Mehr als drei Jahrzehnte lang habe ich Street Art fotografiert, wo sie mir gerade aufgefallen ist – lange bevor die Bewegung einen Namen hatte. Was ich festhielt, existiert heute teilweise nicht mehr: Mauern wurden übermalt, Fassaden erneuert, ganze Stadtteile umgebaut. Diese Fotografien sind teilweise das einzige Zeugnis einer vergänglichen Kunst, die keinen Besitzer kannte und keinen Rahmen brauchte – außer den öffentlichen Raum selbst.
Street Art – Kunst entsteht im Verborgenen, erscheint über Nacht –
und ist längst wieder verschwunden.

Seit ca. 2000 hat sich Street Art als eigenständige Kunstbewegung im öffentlichen Raum etabliert. Ihre Mittel: Farbe, Fläche, Vergänglichkeit. Ihr Ziel: Sichtbarkeit – jenseits von Galerie und Markt.